News from mold mountain

Zusammenfassung vom Juni

Juni 30, 2008 · 2 Kommentare

Mal gucken wie lange mein himmlischer Frieden, beide Kinder schlafen gerade, noch anhält. Deshalb will ich versuchen eine Zusammenfassung vom Juni bzw seit Ians Geburt zu geben.

Ian hat also direkt im Kreißsaal die Brust gesucht und es hat dann auch gleich weiter gut mit dem Stillen geklappt. Das Krankenhaus versucht gerade die Zertifizierung als still- bzw. babyfreundliches Krankenhaus zu bekommen. Der neue Chefarzt scheint neuen Wind reingebracht zu haben und so bemühen sich alle Sch..western unglaublich. Ich wurde ständig gefragt, ob ich Hilfe beim Anlegen brauche etc. Da ich auf ein Einzelzimmer bestanden hatte, hatte ich das Zimmer noch nicht tagsüber bekommen. Sie hatten da nämlich einiges organisieren müssen und schlußendlich lag ich auf der normalen Frauenstation, die direkt an die Wöchnerinnen-Station anschließt. Der einzige Unterschied war, dass ich nur einen improvisierten Wickeltisch hatte, aber dafür hatte ich einen TV. Ausserdem war mein Zimmer so nicht auf der Südseite und ich musste bei den sommerlichen Temperaturen nicht ganz so sehr schwitzen.

Da das Umbuchen von Kyms Ticket nochmal so viel wie ein neues gekostet hätte, ist Kym dann also doch am 29.05.08 abgeflogen. Paul ist nach einer Weile mit Ian und mir nach hause gefahren um sie abzuholen und zum Bahnhof zu bringen. Dank des ergatterten Einzelzimmers konnte sie auch morgens um 5.00 Uhr noch bei uns vorbei schauen und wenigstens noch einen kurzen Blick auf Ian erhaschen. Alles in allem also ziemlich knappes Timing :D

Paul brachte Kym also zum Bahnhof, wässerte den Garten, duschte und holte dann Jenny bei Annette und Lisa ab. Sie war sehr tapfer und hat wohl nicht zu sehr geweint. Im Krankenhaus lernte sie dann auch gleich ein paar neue Worte. Nämlich: “Big sister” und “little brother” und Ian konnte sie auch gleich aussprechen. Sie kletterte aufs Bett rauf und wollte ihn halten. Wenn wir mit ihm durchs Krankenhaus liefen, wollte sie immer das Bettchen schieben. Und sie platzte bald vor Stolz.

Da es mir und Ian wirklich wunderbar ging und ich mich in der Klinik trotz eines “Besucheransturms” (mein Vater, Sabine mit Mario, Annette mit Lisa und Paul mit den Nachbarsmädels) ziemlich langweilte und ich merkte wie sehr Jenny leidet, wenn sie uns immer wieder verlassen muss, beschloss ich falls möglich schon am Freitag die Klinik zu verlassen. Leider hatte ich am Donnerstag die Visite des Chefarztes verpasst. Da der nicht mit großem Gefolge die Zimmer besucht, hatte ich ihn nämlich auf der Toilette nicht gehört. Am Freitag schaute er also nach der Rückbildung der Gebärmutter und nach der Brust und fand dies alles in bester Ordnung und meinte, dass ich also gerne heim könne, wenn ich wollte. Also packte ich meine 7 Sachen wieder zusammen, erledigte noch kurz die standesamtliche Anmeldung und ließ mich abholen.

Zuhause angekommen rief ich erstmal meine Hebamme an und sie sagte sich für den nächsten Tag an. Da ich so langsam auch hungrig war und Paul beim Italiener eine prompte Vorstellung des Babies versprochen hatten, brachen wir also direkt auf. So viel zum Thema Ruhe im Wochenbett und mit dem Neugeborenen das Haus nicht verlassen ;)

Die folgenden Tage ging der Spaß in Sachen rumgesause eigentlich erst richtig los. Paul hatte sich nämlich plötzlich in den Kopf gesetzt, dass wir jetzt ein zweites Auto brauchen. Soweit richtig und auch sehr von mir gewünscht. Aber ich wär halt mit ‘ner alten Schüssel, die mich von A nach B bringt völlig zufrieden gewesen. Aber mein Göttergatte wollte endlich ein nagelneues Auto haben und so fingen wir an Autos Probe zu fahren und zu vergleichen. Jenny war vom Zafira so begeistert, dass sie ihn eigentlich gleich behalten wollte. Darüber unterhielt ich mich mit meiner superlieben und tollen Hebamme und sie empfahl uns den Citroen Grand Picasso. Am nächsten Tag also auf zum Händler, der aber sehr maulfaul war und irgendwie nicht so recht ein Auto verkaufen wollte. Da verging mir ja gleich wieder die Lust aufs Autokaufen bzw auf eine Geschäftsbeziehung mit diesem Händler. Es stellte sich jedoch heraus, dass die beste Freundin unserer Nachbarn dort arbeitet. Der dritte Favorit im Rennen war der Mazda 5. Ein sehr schickes Auto und echt sportlich. Nach ewigem Hin-und-Her und einigem Gefeilsche haben wir dank besagter Freundin einen echt guten Deal gemacht und ich bekam zu meinem Geburtstag das Auto geschenkt. Da die Familien-Kutsche ja nun mein Gefährt ist. Und nachdem wir den Wagen jetzt schon 2 Wochen haben bin ich echt superglücklich mit unserer Entscheidung. Der hat für nur wenig mehr Geld so viel mehr Ausstattung als die Tageszulassung die wir beim Zafira im Blick hatten. Vor allem die Einparkhilfe hat es mir jetzt schon angetan. Paul hat sich wohl schon so schnell dran gewöhnt, dass er mit dem Astra direkt gegen die Wand beim Nachbarn gefahren ist beim Umparken. Besser er wie ich :D

Aber so ein Autokauf füllt ja keinen Monat aus. Also haben wir nach nur 5 Jahren Rumgemache ein neues Sofa gekauft. Unsere Freunde konnten es kaum fassen. Sagte ich schon, dass wir mit unserem Frischling viel unterwegs waren ;) An einem schönen Tag sah ich ein Prospekt von einem einigermaßen nahgelegenen Möbelhaus. Darin war ein recht schönes Sofa abgebildet, allerdings schien es von den Maßen her eigentlich zu groß. Nachdem wir hier vor Ort im Möbelhaus mal wieder alle Sofas angeguckt hatten, hatte ich das Thema ja innerlich schon wieder verschoben. Vor allem hatte ich auch keine Lust dort was zu kaufen, denn nur mit quasi vorgehaltener Waffe, ließ sich ein Verkäufer dazu herab uns über die Wohnlandschaft Paul was zu verraten. Besagte Wohnlandschaft kennen wir schon von einer Freundin und sie ist echt Hammer bequem, aber wir mussten halt wissen, in welchen Zusammenstellungen sie zu haben sei. Nun ja, es stellte sich raus, dass Paul nicht zu uns passt und ich war gefrustet, weil ich schon ein weiteres Jahr auf der sch…. unbequemen alten Couch kommen sah. Aber dank des Prospekts konnte ich meinen Paul dazu bewegen uns in unser Auto zu schwingen und uns im anderen Möbelhaus umzugucken. Dort angekommen waren wir kaum 2 Minuten da, als schon ein Verkäufer auf uns zu kam und anfing uns zu beraten. Es geschehen Zeichen und Wunder :D Da es an diesem schönen Freitag Nachmittag recht leer war, vergaßen wir alle Hemmungen und turnten zusammen mit Jenny über sämtliche Sofas. Eigentlich hatten wir uns schon auf eine Kombi eingeschossen und gingen nur zum letzten Nachdenken noch Mittagessen. Danach ging es nochmal mit der Turnstunde weiter und wir kamen zu besagtem Sofa aus der Werbung. Und was soll ich sagen, einfach nur total bequem, groß und zum Rumfläzen geeignet. Also haben wir kurzen Prozess gemacht und zugeschlagen.Und es kam noch besser. Die hatten sie genau in der Kombi vorrätig die wir brauchten. Eigentlich wollten wir zwar nicht unbedingt ein rotes Sofa, aber für 400€ weniger und bei sofortiger Verfügbarkeit nahmen wir es so wie es war. Da es aber ein Mitnahme-Möbelhaus ist, ging der Spaß dann eigentlich erst richtig los. Paul rief bei unserem Nachbarn an, ob er da sei und ihm beim Reintragen helfen könnte. Da dies der Fall war mietete er einen Kleintransporter und brachte das Sofa heim während ich mit den Kindern die Zeit in Schwäbisch Gmünd totschlug. Da ich keine Ahnung von der Umgebung hatte verbrachte ich die Zeit mit Einkaufen bei Lidl und danach dort auf dem Parkplatz. Es versteht sich von selbst, dass gerade dort beide Kinder meinten die Hose mit großem Geschäft füllen zu müssen, oder?

So nun sitzt Jenny beim Mittagessen und fragt: Machst Du da? Der Bericht vom Urlaub auf dem Bauernhof im Chiemgau folgt hoffentlich auch in Kürze.

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Jennys Kommentar vor Ians Geburt

Juni 30, 2008 · Keine Kommentare

In meinem Geburtsbericht habe ich ganz vergessen Jennys spitzen Kommentar aufzuschreiben. Am Dienstag vor Ians Geburt saßen wir auf dem Sofa und Jenny zeigte auf meinen Bauch und sagte: “Lazy baby!” So verschlafen wir er dann am nächsten Tag war fand ich das einfach nur den spitzen Kommentar.

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Was will sie mir sagen

Juni 30, 2008 · Keine Kommentare

Jenny plappert zum Teil fast wie ein Radio. Aber dank der Zweisprachigkeit ist manchmal echt fast unmöglich rauszubekommen, was sie gerade möchte.

Gerade scheint sie einfach so vor sich hinzuzähen. Fünf sechs, fünf sechs. Was auch immer sie mir gerade damit sagen möchte.

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Stoff-Dekor vom Stubenwagen

Juni 30, 2008 · Keine Kommentare

Weiß jemand wie das heisst. Ich mein den Bezug den man innen über den Korb macht. Der regt mich nämlich gerade auf, weil er ständig nicht da bleibt wo er sein soll. Ausserdem scheint er Ian zu langweilig zu sein. Nun ja verständlich in rein weiß. Ausserdem hat Jenny ihn mit Schoko-Fingern eingesaut und ich hätte gern ein Ersatz-Set, bin aber bisher noch nicht fündig geworden.

Na ja, vielleicht gehe ich morgen hier mal shoppen, muss ja eh nach der Isofix-Halterung für den Maxi-Cosi suchen.

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Typisch Junge?

Juni 30, 2008 · Keine Kommentare

Ich hab das Gefühl, dass Ian viel mehr meckert als Jenny das getan hat. Der liegt in seinem Stubenwagen und meckert und mit ein bischen schuckeln ist es wieder gut. Er strampelt auch wie ein Weltmeister (oder doch wie ein Vize-Europameister).

Und Blähungen hat er auch viel mehr als Jenny. Aber da bin ich ja schon drüber aufgeklärt worden, dass das bei Jungs halt so sei. Vielleicht äußern sie sie halt einfach nur mehr :D Männer leiden ja bekanntlich immer viiiiiel schlimmer als Frauen ;) Weicheier halt

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Ians Weg zu uns

Juni 28, 2008 · 2 Kommentare

Besser spät als nie - hier ist er nun der Geburtsbericht. Wahnsinn wie schnell die Zeit vergeht und alles im Nebel der Erinnerung verschwimmt. Wo fange ich also an?

Am 15.05.08 kam Kym um von nun an bei mir und Jenny die Stellung zu halten. Der ursprüngliche Geburtstermin war auf den 26.05.08 errechnet und auf Grund der Erfahrung in Jennys Schwangerschaft rechneten wir eher mit einem früheren Erscheinen des neuen Erdenbürgers. Jenny war ganz begeistert von ihrer Tante und es schien alles perfekt vorbereitet. Am 16.05.08 wurden die neuen Badezimmer-Möbel geliefert und somit war eigentlich die letzte “Schnell bevor das Baby kommt”-Hürde geschafft. Aber der Bauch verhielt sich ruhig und das Baby strampelte munter darin herum. Es begann die Warterei. Alle naselang fragte jemand wie es mir geht und was der Bauch macht. Soviel zum Thema “Keinen Stress machen.” Für den 20.05.08 meldete sich der Schornsteinfeger an und mir war es ganz recht, den noch selbst abfertigen zu können. Für den 21.05.08 hatte ich dann wieder einen regulären Termin bei der Frauenärztin. Es wurde ein CTG geschrieben auf dem das Baby schön rumturnte, aber es zeigten sich keinerlei Wehen und so sollte ich eine Woche später wieder kommen. Allerdings sagte die Ärztin, dass es jederzeit losgehen kann. Das lange Wochenende kam und verging und wir taten alles mögliche was wohl Wehen anregen könnte, putzen, spazieren gehen und rumbalgen mit Jenny. Nix half. Am Dienstag machten Kym und ich einen langen Spaziergang mit Jenny in der größten Hitze über mehrere Spielplätze, zum See im Wald und eigentlich noch zu den Schafen. Allerdings schlief Jenny schon vor den Schafen ein und machte einen prima Mittagschlaf im Kinderwagen. Paul hatte schon früh Feierabend gemacht und wir beschlossen ins Freibad zu gehen. Wir hatten alle riesig Spaß. Jenny wollte gar nicht mehr aus dem Wasser, trotz blauer Lippen. Den Bauch schien das alles nicht zu beeindrucken und so genossen wir noch ein leckeres Abendessen in der Stadt mit Kym. Für Mittwoch den 28.05.08 hatte ich ja wieder einen Termin bei der Ärztin.

Am Mittwoch machten wir uns also auf in die Stadt. Bei der Ärztin begann die übliche Prozedur mit Urin-Abgabe und CTG. Das CTG lief eine halbe Stunde und ich wurde von Minute zu Minute frustrierter, weil sich wieder keine Wehen zeigten und das Herzchen zwar wunderbar regelmäßig bumperte, aber der Bauchbewohner sich nicht auch nicht bewegte. Zudem war der Blutdruck recht hoch. Paul und ich warteten im Sprechzimmer auf die Frau Hetzel. Diese kam rein schaute mich an und schaute auf das CTG und sagte ohne weitere Untersuchungen, dass ihr die Situation nicht gefällt und sie mich zur Sicherheit in die Klinik schickt. Dort sollte ich unter engmaschige Beobachtung gestellt werden und gegebenen Falls die Geburt eingeleitet werden, es könnte aber auch sein, dass alles halb so wild sei und ich wieder heim geschickt würde. Diese Besorgnis zusammen mit dem schlafenden Kind im Bauch und dem Wissen um den hohen Blutdruck ließ mich in Tränen ausbrechen. Die Praxis-Helferinnen waren total lieb und versuchten mich zu beruhigen und aufzumuntern, was natürlich recht schwer war. Zu alledem war es organisatorisch gesehen der denkbar schlechteste Zeitpunkt. Kyms Rückflug war am nächsten Morgen und für Jenny war keine alternative Kinderbetreuung organisiert. Die Jenny bekannten Babysitter, die Nachbarn waren zudem auch nicht verfügbar. Paul blieb jedoch zumindest äußerlich die Ruhe selbst. Wir brachten also Kym und Jenny heim und holten meinen Klinikkoffer. Zuhause versuchte ich mich zu beruhigen und Jenny nicht meine Besorgnis und meine Tränen zu zeigen. Während Kym, Jenny und Paul was aßen bekam ich kaum einen Bissen runter. Paul und ich machten uns dann auch bald auf den Weg in die Klinik, wo wir uns eigentlich erst für eine Stunde später angemeldet hatten. Die Hebamme nahm uns in Empfang und sah sich das CTG an und meinte solche CTGs und Blutdruck-Werte würden sie bei der Hitze häufig sehen. Also schloss sie mich zunächst wieder an das CTG und den Blutdruck-Messer an und verpasste mir jede Menge Wasser zu trinken. Der Blutdruck sah in der Klinik wieder ganz ok aus und die Hebamme meinte, dass ich vielleicht nochmal heim könne, da mein korrigierter, errechneter Geburtstermin ja noch nicht erreicht sei. Ob es daran lag, dass ich für die Klinik privat versichert bin, weiß ich nicht, aber es sollte sich auf jeden Fall noch der Chefarzt ansehen. Der kam dann auch und fragte wie es mir geht. Ich antwortete: “Soweit so gut, aber frustriert, weil sich auf dem CTG respektive im Bauch nix tut.” Er sah sich das CTG und den Mutterpass an und seine erste Aussage war: “Heute kommt das Kind nicht mehr, aber ich mach jetzt mal ein Ultraschall.” Gesagt, getan. Während des Ultraschalls sah mich Dr. Gnauert dann plötzlich an und fragte: “Hatten Sie einen Blasensprung?” Dies verneinte ich und er erklärte mir, dass ich kaum noch Fruchtwasser hatte und dies ein Zeichen dafür sei, dass die Plazenta ihren Dienst einstellt und deshalb das Baby im Bauch auch so ruhig sei. Da ich ja je nach Betrachtungsweise kurz vor bzw. über dem errechneten Geburtstermin sei und das Baby auch eine gute Größe habe sagte er, dass man mit der Einleitung beginnen solle.

Er übergab mich in die Fürsorge der Hebamme und meinte wir sollten es zunächst mal mit sanften Mitteln probieren, bevor wir falls die nix bringen mit der Hormon-Tablette weiter machen. Paul machte sich auf den Heimweg um die Dinge daheim zu klären und möglicherweise Kyms Flug umzubuchen. Unterdessen wurde stundenlang mein CTG geschrieben und ich trank den wundervollen, hochberühmten Wehen-Cocktail. Also lag ich da auf dem Gebär-Bett mit dem CTG-Schreiber um den Bauch, trank Wasser ohne Ende und las irgendwelche Frauenzeitschriften, während der Knirps in meinem Bauch zwar einen wunderschön regelmäßigen Herzschlag zeigte, sich aber kaum bewegte. Nur Wehen zeigte das Gerät nicht an. Nach einiger Zeit wurden die Herztöne noch niedriger und die Hebamme ließ mich Zitrone zur Belebung schnuppern und rief den Chefarzt dazu. Der kam und wackelte an meinem Bauch wie an einer überdimensionalen Kuhglocke. Daraufhin kam es auch etwas Bewegung in meinem Bauch. Der Chefarzt fragte nur, ob Paul denn von selbst wieder käme oder ob wir ihn nun anrufen sollten, denn er sähe den Cocktail als gescheitert an und wegen der Herztöne müssten wir einen Gang zulegen. Im Nachhinein bin ich davon überzeugt, dass wohl nicht viel gefehlt hat und sie hätten mir einen Kaiserschnitt verpasst. Da Paul gerade da auf meinem Handy anrief und fragte wie es aussieht, sagte ich ihm er solle nun mal kommen. Zudem wurde der nächste Gang in Form von Progesteron-Gel auch eingelegt. Und ich hatte schon einiges über künstlich verursachte Wehen gehört.

Paul brachte Jenny zu Annette und Lisa und kam in die Klinik. In der Zwischenzeit war Ian in meinem Bauch etwas aktiver geblieben und die Hebamme schickte mich zum Abendessen, damit ich nochmal Kraft sammeln konnte. Danach sollte ich noch ein bisschen Spazieren gehen um die Wehen anzuregen. Paul traf mich also beim Essen an und kommentierte nur, warum ich denn essen täte, das hätte ich bei Jenny ja nicht getan. Großen Appetit auf das hochberühmte Krankenhaus-Essen hatte ich zwar nicht, aber da ich den ganzen Tag kaum was gegessen hatte gönnte ich mir einiges an Nudelsalat, der gar nicht mal so schlecht war. Nach einem kurzem Spaziergang gingen wir also wieder in den Kreißsaal. Dort wurde wieder 20 Minuten CTG geschrieben. Die Hebamme kam dann und meinte, da gleich Kreißsaal-Führung sei und bei mir ja noch nicht so viel los, sollten wir doch nochmal eine Stunde Spazieren gehen. Falls irgendwas sei könnte ich natürlich gleich wieder kommen. Und da mein gewünschtes Einzelzimmer noch nicht organisiert war, wurden meine Sachen so lange im Hebammen-Zimmer geparkt. Während wir so rumliefen und ich dachte, dass sich so langsam was im Bauch täte telefonierte Paul mit Gott und der Welt. Jeder geht halt mit seiner Nervosität anders um J

Nach ca. einer Stunde tauchten wir also wieder im Kreißsaal auf und ich wurde erneut ans CTG angeschlossen. Nun sah man auch endlich ein paar Wehen. Dr. Gnauert kam nochmal kurz vorbei und schaute sich das an und meinte, das sähe ja schon nicht schlecht aus, aber von solchen Wehen kämen keine Kinder auf die Welt. Es würde wohl vor Kyms Abflug nix mehr werden L Er verabschiedete sich in seinen Feierabend, allerdings mit dem Hinweis, dass er bis mindestens bis Mitternacht noch rufbereit wäre. Ich frage mich, ob alle Chefärzte noch Alltags-Geschäft involviert sind wie er. Die Aussage über die Wehen war dann auch nicht gerade motivierend und Paul wurde quengelig, weil er noch nix zu Abend gegessen hatte. Da ich keinen Nerv auf Gequengel hatte, sagte ich er solle halt in Gottes Namen zu McDoof oder Burger King fahren um was zu essen. Die Cafeteria hatte ja mal wieder bereits geschlossen. Er machte sich also auf den Weg und kaum war er weg fing mein Bauch an aktiver zu werden. Da ich in der Zwischenzeit wenigstens das mobile CTG hatte lief ich im Kreißsaal rum und versuchte mich bei der Affenhitze am Fenster etwas abzukühlen und die gelernten Techniken anzuwenden. Die Hebamme kam immer wieder und schaute nach mir bzw. setzte sich eine Weile zu mir um zu quatschen, was echt ganz gut war. Sie ging dann auch eine Weile raus und als sie mit der Ablösung wieder kam, war sie erstaunt wie heftig ich plötzlich am Schnaufen war. Sie kommentierte mit: ” So hab ich die Frau Soos noch nicht gesehen. Jetzt tut sich was. Ich freu mich für sie.” Allerdings fand ich den letzten Satz in dem Moment nicht so toll. Irgendwann kam dann auch Paul wieder und richtete mir Grüße von Maria aus. Er war nicht nur bei McDoof gewesen, sonder war auch noch zu La Bussola um einen Espresso zu trinken. Kein Wunder war er ewig weg und nicht wie von mir erwartet maximal 30 Minuten.

Auch die neue Hebamme war super nett und sie meinte sie würde mich später wieder untersuchen. Die Kollegin hatte mich ja gegen 21.00 Uhr (?) untersucht und da war der Muttermund gerade mal bei 3 cm gewesen. In der Zwischenzeit wurden die Wehen immer heftiger und ich fand sie nicht mehr so gut auszuhalten wie bei Jennys Geburt. Denn zu den künstlichen Wehen setzten auch meine normalen ein und so hatte ich gar keine Pause mehr dazwischen. Gegen 22.30 Uhr sagte ich dann, dass ich nun doch gerne ein Schmerzmittel hätte. Die Hebamme fragte was ich wolle. PDA, was homöopathisches oder einen Tropf. Mir schoss durch den Kopf: PDA dauert ewig bis der Anästhesist hier ist, homöopathisch – da kann ich es gleich ohne was weiter machen, also den Tropf!!! Die Hebamme schloss den Tropf an und ließ ihn schnell durchlaufen. Der Schmerz war zwar nicht ganz weg, aber zusammen mit Pauls Rückenmassage hatte ich das Gefühl irgendwo zu schweben. Als der Tropf dann durchgelaufen war, befürchtete Paul, dass nun Luft reinläuft. Ich wusste zwar, dass dies nicht passieren würde, aber ich hatte das Gefühl schon bei jeder Wehe einen unglaublichen Druck zu haben. Die Hebamme kam und meinte jetzt wolle sie mich doch auch mal untersuchen. Ich sollte also auf das Kreißbett hoch. Das war für mich unter den Wehen nicht ganz einfach, da es auch ganz unten relativ hoch für mich war. Irgendwie schaffte ich es dann zwischen ein paar Wehen da hoch zu klettern und sie untersuchte mich. Sie stellte erfreut fest, dass der Muttermund komplett eröffnet sei und ich jederzeit pressen dürfte sobald die Fruchtblase auch noch platzt. Ich sprang förmlich vom Bett runter und hängte mich schnaufend an Paul und da machte es schon platsch und die Fruchtblase platzte. Da die Hebamme es im Stehen nicht geschafft hatte mir wieder den CTG-Gurt um zu machen musste ich wieder aufs Bett hoch. In der Zwischenzeit war die nette junge Assistenz-Ärztin aus Heidelberg gekommen und schaute sich zusammen mit der Hebamme die Situation an. Paul war unterdessen auf Toilette gegangen um sich die Beine abzuwaschen und dann gleich noch was für kleine Jungs zu machen. Die Ärztin schaute die Hebamme an und meinte nur: “Der verpasst ja gleich alles.” Als Paul wieder aus der Toilette rauskam war der Kopf schon halb draußen. Da die Hebamme und die Ärztin einen Dammriss oder Schnitt verhindern wollten, befahlen sie mir eine Wehe mit dem Pressen auszusetzen, was auch ganz gut klappte. Nach 3 weiteren Wehen war der kleine Mann dann da. Mit den Apgar-Werten 9/10/10 3000g und 49cm war Ian Robert zu uns gekommen. Er wurde mir gleich auf die Brust gelegt und wir durften uns ganz ausführlich beschnuppern. Unterdessen kam auch der Oberarzt dazu und begutachtete Ian und die Plazenta und verabschiedete sich auch gleich wieder. Da gerade ein Notfall in den Kreißsaal eingeliefert wurde ließ die Hebamme uns eine ganze Weile allein und da Ian schon ganz kräftig an Pauls Finger saugte legte ich gleich an die Brust an. Und er fing gleich an zu saugen.

Ian

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Piep

Mai 25, 2008 · 1 Kommentar

da bin ich noch. Gegen 5.00 gab es ein paar Wehen, aber die sind wieder verschwunden :( Mal sehen was der Tag so bringt.

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Tapfere Maus

Mai 24, 2008 · Keine Kommentare

Sie hat noch nicht mal was gesagt oder gekratzt als sie gestern von einer Feuerameise gebissen wurde. Es sah echt übel aus und das fiese Ding rannte noch durch ihre Windel.

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Ich glaube nicht, dass

Mai 24, 2008 · Keine Kommentare

der Bauchbewohner sich dieses Wochenende noch auf den Weg macht. Die Fragerei nervt langsam echt. Vor allem die ganze Rasselbande der Nachbarskinder fragt jetzt ständig *augenroll*

Superschlecht geschlafen habe ich auch letzte Nacht. Als ich dann endlich schlafen konnte, wurde ich harsch geweckt, weil ich angeblich schnarchte. Also hab ich gegen 6.30 Uhr aufgegeben und habe mich ans Putzen der Küche und des Esszimmers gemacht. Der Effekt ist leider schon wieder vernichtet :(

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Da bin ich noch

Mai 21, 2008 · Keine Kommentare

Mal sehen wie lange noch. Von gleich nicht mehr bis nächste Woche ist wohl so ziemlich alles drin. Wehentätigkeit auf CTG  gleich 0 (was ja aber bekanntlich nix heissen muss) Kind im Becken und Muttermund weich (und Vollmond) und überhaupt hatte ich ja den 21.5 ausgesucht. Der Magen randaliert gerade ziemlich. Wir werden also sehen.

Der morgentliche Anruf meiner Mutter war auch wieder auf dem AB :D Dieses Mal allerdings neutraler. Bei meinem Anruf um vom Vorsorge-Termin zu berichten ging meine Schwägerin dran. Sie hat sie dann gleich verschuftet und erzählt, dass meine Mutter so eben gesagt habe, ich sei wohl gerade in der Klinik zur Entbindung *augenroll*

Ich hab ihr dann ziemlich deutlich gesagt, dass bei solch drängenden Anrufen kein Kind der Welt sich aus dem Bauch raus traut. Sie kann mich gerne anrufen, aber bei meiner Abwesenheit bitte nicht immer SOFORT zu irgendenwelchen Schlüssen springen.

Wir harren der Dinge die da kommen mögen. Einen Jungsnamen brauchen wir eh noch. Ist schon schwer, wenn man sich selbst so schwierige Vorgaben macht:

- kein Modename
- kein “sozialschwacher” Name
- hier wie in den USA gut auszusprechen
- soll nicht in der Familie oder im Freundes/Nachbarschaftskreis vorkommen

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