Mal gucken wie lange mein himmlischer Frieden, beide Kinder schlafen gerade, noch anhält. Deshalb will ich versuchen eine Zusammenfassung vom Juni bzw seit Ians Geburt zu geben.
Ian hat also direkt im Kreißsaal die Brust gesucht und es hat dann auch gleich weiter gut mit dem Stillen geklappt. Das Krankenhaus versucht gerade die Zertifizierung als still- bzw. babyfreundliches Krankenhaus zu bekommen. Der neue Chefarzt scheint neuen Wind reingebracht zu haben und so bemühen sich alle Sch..western unglaublich. Ich wurde ständig gefragt, ob ich Hilfe beim Anlegen brauche etc. Da ich auf ein Einzelzimmer bestanden hatte, hatte ich das Zimmer noch nicht tagsüber bekommen. Sie hatten da nämlich einiges organisieren müssen und schlußendlich lag ich auf der normalen Frauenstation, die direkt an die Wöchnerinnen-Station anschließt. Der einzige Unterschied war, dass ich nur einen improvisierten Wickeltisch hatte, aber dafür hatte ich einen TV. Ausserdem war mein Zimmer so nicht auf der Südseite und ich musste bei den sommerlichen Temperaturen nicht ganz so sehr schwitzen.
Da das Umbuchen von Kyms Ticket nochmal so viel wie ein neues gekostet hätte, ist Kym dann also doch am 29.05.08 abgeflogen. Paul ist nach einer Weile mit Ian und mir nach hause gefahren um sie abzuholen und zum Bahnhof zu bringen. Dank des ergatterten Einzelzimmers konnte sie auch morgens um 5.00 Uhr noch bei uns vorbei schauen und wenigstens noch einen kurzen Blick auf Ian erhaschen. Alles in allem also ziemlich knappes Timing
Paul brachte Kym also zum Bahnhof, wässerte den Garten, duschte und holte dann Jenny bei Annette und Lisa ab. Sie war sehr tapfer und hat wohl nicht zu sehr geweint. Im Krankenhaus lernte sie dann auch gleich ein paar neue Worte. Nämlich: “Big sister” und “little brother” und Ian konnte sie auch gleich aussprechen. Sie kletterte aufs Bett rauf und wollte ihn halten. Wenn wir mit ihm durchs Krankenhaus liefen, wollte sie immer das Bettchen schieben. Und sie platzte bald vor Stolz.
Da es mir und Ian wirklich wunderbar ging und ich mich in der Klinik trotz eines “Besucheransturms” (mein Vater, Sabine mit Mario, Annette mit Lisa und Paul mit den Nachbarsmädels) ziemlich langweilte und ich merkte wie sehr Jenny leidet, wenn sie uns immer wieder verlassen muss, beschloss ich falls möglich schon am Freitag die Klinik zu verlassen. Leider hatte ich am Donnerstag die Visite des Chefarztes verpasst. Da der nicht mit großem Gefolge die Zimmer besucht, hatte ich ihn nämlich auf der Toilette nicht gehört. Am Freitag schaute er also nach der Rückbildung der Gebärmutter und nach der Brust und fand dies alles in bester Ordnung und meinte, dass ich also gerne heim könne, wenn ich wollte. Also packte ich meine 7 Sachen wieder zusammen, erledigte noch kurz die standesamtliche Anmeldung und ließ mich abholen.
Zuhause angekommen rief ich erstmal meine Hebamme an und sie sagte sich für den nächsten Tag an. Da ich so langsam auch hungrig war und Paul beim Italiener eine prompte Vorstellung des Babies versprochen hatten, brachen wir also direkt auf. So viel zum Thema Ruhe im Wochenbett und mit dem Neugeborenen das Haus nicht verlassen
Die folgenden Tage ging der Spaß in Sachen rumgesause eigentlich erst richtig los. Paul hatte sich nämlich plötzlich in den Kopf gesetzt, dass wir jetzt ein zweites Auto brauchen. Soweit richtig und auch sehr von mir gewünscht. Aber ich wär halt mit ‘ner alten Schüssel, die mich von A nach B bringt völlig zufrieden gewesen. Aber mein Göttergatte wollte endlich ein nagelneues Auto haben und so fingen wir an Autos Probe zu fahren und zu vergleichen. Jenny war vom Zafira so begeistert, dass sie ihn eigentlich gleich behalten wollte. Darüber unterhielt ich mich mit meiner superlieben und tollen Hebamme und sie empfahl uns den Citroen Grand Picasso. Am nächsten Tag also auf zum Händler, der aber sehr maulfaul war und irgendwie nicht so recht ein Auto verkaufen wollte. Da verging mir ja gleich wieder die Lust aufs Autokaufen bzw auf eine Geschäftsbeziehung mit diesem Händler. Es stellte sich jedoch heraus, dass die beste Freundin unserer Nachbarn dort arbeitet. Der dritte Favorit im Rennen war der Mazda 5. Ein sehr schickes Auto und echt sportlich. Nach ewigem Hin-und-Her und einigem Gefeilsche haben wir dank besagter Freundin einen echt guten Deal gemacht und ich bekam zu meinem Geburtstag das Auto geschenkt. Da die Familien-Kutsche ja nun mein Gefährt ist. Und nachdem wir den Wagen jetzt schon 2 Wochen haben bin ich echt superglücklich mit unserer Entscheidung. Der hat für nur wenig mehr Geld so viel mehr Ausstattung als die Tageszulassung die wir beim Zafira im Blick hatten. Vor allem die Einparkhilfe hat es mir jetzt schon angetan. Paul hat sich wohl schon so schnell dran gewöhnt, dass er mit dem Astra direkt gegen die Wand beim Nachbarn gefahren ist beim Umparken. Besser er wie ich
Aber so ein Autokauf füllt ja keinen Monat aus. Also haben wir nach nur 5 Jahren Rumgemache ein neues Sofa gekauft. Unsere Freunde konnten es kaum fassen. Sagte ich schon, dass wir mit unserem Frischling viel unterwegs waren
An einem schönen Tag sah ich ein Prospekt von einem einigermaßen nahgelegenen Möbelhaus. Darin war ein recht schönes Sofa abgebildet, allerdings schien es von den Maßen her eigentlich zu groß. Nachdem wir hier vor Ort im Möbelhaus mal wieder alle Sofas angeguckt hatten, hatte ich das Thema ja innerlich schon wieder verschoben. Vor allem hatte ich auch keine Lust dort was zu kaufen, denn nur mit quasi vorgehaltener Waffe, ließ sich ein Verkäufer dazu herab uns über die Wohnlandschaft Paul was zu verraten. Besagte Wohnlandschaft kennen wir schon von einer Freundin und sie ist echt Hammer bequem, aber wir mussten halt wissen, in welchen Zusammenstellungen sie zu haben sei. Nun ja, es stellte sich raus, dass Paul nicht zu uns passt und ich war gefrustet, weil ich schon ein weiteres Jahr auf der sch…. unbequemen alten Couch kommen sah. Aber dank des Prospekts konnte ich meinen Paul dazu bewegen uns in unser Auto zu schwingen und uns im anderen Möbelhaus umzugucken. Dort angekommen waren wir kaum 2 Minuten da, als schon ein Verkäufer auf uns zu kam und anfing uns zu beraten. Es geschehen Zeichen und Wunder
Da es an diesem schönen Freitag Nachmittag recht leer war, vergaßen wir alle Hemmungen und turnten zusammen mit Jenny über sämtliche Sofas. Eigentlich hatten wir uns schon auf eine Kombi eingeschossen und gingen nur zum letzten Nachdenken noch Mittagessen. Danach ging es nochmal mit der Turnstunde weiter und wir kamen zu besagtem Sofa aus der Werbung. Und was soll ich sagen, einfach nur total bequem, groß und zum Rumfläzen geeignet. Also haben wir kurzen Prozess gemacht und zugeschlagen.Und es kam noch besser. Die hatten sie genau in der Kombi vorrätig die wir brauchten. Eigentlich wollten wir zwar nicht unbedingt ein rotes Sofa, aber für 400€ weniger und bei sofortiger Verfügbarkeit nahmen wir es so wie es war. Da es aber ein Mitnahme-Möbelhaus ist, ging der Spaß dann eigentlich erst richtig los. Paul rief bei unserem Nachbarn an, ob er da sei und ihm beim Reintragen helfen könnte. Da dies der Fall war mietete er einen Kleintransporter und brachte das Sofa heim während ich mit den Kindern die Zeit in Schwäbisch Gmünd totschlug. Da ich keine Ahnung von der Umgebung hatte verbrachte ich die Zeit mit Einkaufen bei Lidl und danach dort auf dem Parkplatz. Es versteht sich von selbst, dass gerade dort beide Kinder meinten die Hose mit großem Geschäft füllen zu müssen, oder?
So nun sitzt Jenny beim Mittagessen und fragt: Machst Du da? Der Bericht vom Urlaub auf dem Bauernhof im Chiemgau folgt hoffentlich auch in Kürze.